Kroatien zählt seit Jahren zu den beliebtesten Reisezielen deutscher Urlauber. Kristallklares Wasser, malerische Inseln, historische Altstädte und zahlreiche Ferienwohnungen machen das Land an der Adria jedes Jahr zu einem der gefragtesten Urlaubsländer Europas. Nun steht jedoch eine wichtige Änderung bevor: Ab 2027 sollen neue Vorschriften für Ferienwohnungen gelten.
Künftig soll jede private Unterkunft, die an Urlaubsgäste vermietet wird, eine offizielle Registrierungsnummer erhalten. Ziel der neuen Regelung ist es, den Markt transparenter zu gestalten, illegale Vermietungen einzudämmen und Gästen mehr Sicherheit bei der Buchung zu bieten.
Viele Reisende fragen sich bereits jetzt, welche Auswirkungen die geplanten Änderungen auf ihren nächsten Urlaub haben werden. Nach aktuellem Stand besteht allerdings kein Grund zur Sorge – insbesondere nicht für alle, die bereits in diesem oder im kommenden Jahr eine Reise nach Kroatien geplant haben.
Neues Gesetz soll Anfang 2027 starten
Derzeit handelt es sich noch um einen Gesetzesentwurf. Nach den bisherigen Planungen soll die neue Regelung am 1. Januar 2027 in Kraft treten.
Bis dahin bleibt das bisherige System bestehen. Vermieter erhalten nach Inkrafttreten ausreichend Zeit, ihre Unterkünfte über ein digitales Verfahren registrieren zu lassen. Erst nach Abschluss dieses Prozesses erhalten sie eine offizielle Registrierungsnummer.
Reiseexperten gehen deshalb davon aus, dass bereits gebuchte Urlaube sowie Reservierungen für das Jahr 2026 von den geplanten Änderungen nicht betroffen sein werden.
Warum führt Kroatien die Registrierungsnummer ein?
Hintergrund der Reform ist eine neue europäische Verordnung, die den Markt für kurzfristige Vermietungen transparenter machen soll. Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind verpflichtet, entsprechende nationale Regelungen einzuführen.
Mit dem neuen System verfolgt Kroatien mehrere Ziele.
Zum einen sollen Urlauber künftig leichter erkennen können, ob eine Unterkunft offiziell registriert ist und alle gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt. Zum anderen möchten die Behörden gegen illegale Vermietungen sowie Steuerhinterziehung vorgehen.
In vielen beliebten Urlaubsregionen werden Ferienwohnungen bislang ohne Genehmigung angeboten. Dadurch entstehen Wettbewerbsnachteile für seriöse Vermieter, die ihre Unterkünfte ordnungsgemäß anmelden und Steuern bezahlen.
Mehr Transparenz für Reisende
Für Urlauber bringt das neue System mehrere Vorteile.
Wer künftig eine Ferienwohnung bucht, kann überprüfen, ob die Unterkunft offiziell registriert wurde. Dadurch sinkt das Risiko, auf unseriöse Anbieter oder gefälschte Inserate hereinzufallen.
Gerade in den vergangenen Jahren ist die Zahl betrügerischer Angebote auf Online-Plattformen gestiegen. Immer wieder berichten Reisende von Ferienwohnungen, die nach der Anreise gar nicht existieren oder deutlich von den veröffentlichten Fotos abweichen.
Eine offizielle Registrierungsnummer soll das Vertrauen in den Buchungsprozess stärken.
Was genau ändert sich für Vermieter?
Nach den aktuellen Plänen muss künftig jede private Ferienunterkunft registriert werden.
Für jede Unterkunft wird eine eigene Registrierungsnummer vergeben. Ohne diese Nummer dürfen Vermieter ihre Ferienwohnungen weder online anbieten noch bewerben.
Die Registrierung soll vollständig digital erfolgen und von den zuständigen Behörden überprüft werden.
Wer sich nicht an die neuen Vorschriften hält, muss mit Sanktionen rechnen.
Von der neuen Regelung ausgenommen sind Hotels, Campingplätze sowie andere bereits gesondert regulierte Beherbergungsbetriebe.
Online-Portale müssen Angebote kontrollieren
Eine wichtige Neuerung betrifft auch große Buchungsplattformen wie Booking.com oder Airbnb.
Diese Plattformen sollen künftig verpflichtet werden, ausschließlich registrierte Unterkünfte anzubieten. Ferienwohnungen ohne gültige Registrierungsnummer müssen entfernt werden.
Dadurch soll verhindert werden, dass nicht genehmigte Unterkünfte weiterhin problemlos online vermietet werden können.
Für Urlauber bedeutet dies gleichzeitig, dass sie auf den bekannten Buchungsplattformen künftig überwiegend offiziell registrierte Unterkünfte finden werden.
Keine Strafen für Touristen
Viele Reisende befürchten, versehentlich eine nicht registrierte Unterkunft zu buchen.
Nach aktuellem Stand müssen Urlauber jedoch keine Sanktionen befürchten.
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Die Verantwortung liegt ausschließlich bei den Vermietern. Sollten Unterkünfte ohne Registrierung angeboten werden, richten sich mögliche Bußgelder gegen die Eigentümer und nicht gegen die Gäste.
Damit sollen Urlauber geschützt werden, die in gutem Glauben eine Unterkunft buchen.
Warum Experten die Reform positiv bewerten
Verbraucherschützer sehen in der geplanten Reform zahlreiche Vorteile.
Durch die Registrierung wird nachvollziehbar, wer hinter einer Ferienwohnung steht und ob die Unterkunft ordnungsgemäß angemeldet wurde.
Dies erschwert Betrugsversuche erheblich und sorgt gleichzeitig für fairere Wettbewerbsbedingungen auf dem kroatischen Ferienwohnungsmarkt.
Darüber hinaus könnten Behörden künftig schneller gegen illegale Anbieter vorgehen, die bislang häufig unter wechselnden Namen Wohnungen vermietet haben.
Auch Booking.com und Airbnb unterstützen die neuen Regeln
Die großen Buchungsplattformen haben bereits signalisiert, dass sie die neuen europäischen Vorgaben grundsätzlich unterstützen.
Booking.com erklärte, dass einheitliche Regeln sowohl für Vermieter als auch für Reisende mehr Klarheit schaffen würden.
Auch Airbnb kündigte an, eng mit Behörden zusammenzuarbeiten und Gastgeber rechtzeitig über alle neuen Anforderungen zu informieren.
Dadurch soll die Umstellung möglichst reibungslos verlaufen.
Deutschland bleibt wichtigster Tourismusmarkt
Für Kroatien spielen deutsche Urlauber eine besonders wichtige Rolle.
Nach offiziellen Tourismuszahlen reisten im vergangenen Jahr rund drei Millionen Gäste aus Deutschland nach Kroatien. Insgesamt wurden etwa 22 Millionen Übernachtungen deutscher Urlauber registriert.
Ein großer Teil entschied sich dabei bewusst gegen Hotels und bevorzugte Ferienhäuser oder Ferienwohnungen.
Gerade deshalb dürfte die neue Registrierungsnummer künftig für viele deutsche Urlauber eine wichtige Orientierungshilfe darstellen.
Welche Vorteile bringt das neue System?
Die geplanten Änderungen könnten den kroatischen Tourismus langfristig moderner und sicherer machen.
Zu den wichtigsten Vorteilen gehören:
- mehr Transparenz bei der Unterkunftssuche,
- besserer Schutz vor Betrugsfällen,
- weniger illegale Vermietungen,
- fairere Wettbewerbsbedingungen für Vermieter,
- höhere Rechtssicherheit für Reisende,
- bessere Kontrolle durch die Behörden.
Vor allem Familien, die ihren Urlaub lange im Voraus planen, profitieren von einer höheren Sicherheit bei der Buchung.
Worauf sollten Urlauber künftig achten?
Auch nach Einführung der neuen Vorschriften lohnt es sich, Ferienwohnungen sorgfältig auszuwählen.
Reisende sollten Bewertungen anderer Gäste lesen, auf vollständige Kontaktdaten achten und bevorzugt über bekannte Buchungsplattformen reservieren.
Ab 2027 wird zusätzlich die Registrierungsnummer ein wichtiges Merkmal sein. Fehlt diese bei einer privaten Unterkunft, sollten Urlauber besonders vorsichtig sein.
Die geplante Einführung einer Registrierungsnummer für Ferienwohnungen markiert einen wichtigen Schritt für den kroatischen Tourismus. Ziel der Reform ist es, den Markt transparenter zu gestalten, illegale Vermietungen einzudämmen und Urlaubern mehr Sicherheit zu bieten.
Für Reisende, die ihren Urlaub bereits 2026 oder früher gebucht haben, ergeben sich keine Änderungen. Erst ab 2027 soll das neue System schrittweise umgesetzt werden.
Langfristig könnte die Reform sowohl Urlaubern als auch seriösen Vermietern zugutekommen. Während Gäste einfacher erkennen können, ob eine Unterkunft offiziell registriert ist, profitieren ehrliche Vermieter von faireren Wettbewerbsbedingungen und einem höheren Vertrauen der Kunden.
