Großbrand am Millstätter See: Mehr als 220 Feuerwehrleute im Einsatz

Ein Wirtschaftsgebäude in Obermillstatt in Kärnten ist am Montagabend in Brand geraten. Mehr als 220 Feuerwehrkräfte waren im Einsatz, um die Flammen einzudämmen und ein Übergreifen auf benachbarte Wohnhäuser zu verhindern. Der Hinweis auf das Feuer kam durch den Hund des Grundstücksbesitzers.

Hund macht Besitzer auf den Brand aufmerksam

Der Brand ereignete sich am Montagabend in Obermillstatt am Millstätter See. Nach Angaben der Einsatzkräfte wurde der Besitzer des Grundstücks durch das ungewöhnlich laute Bellen seines Hundes auf eine mögliche Gefahr aufmerksam.

Als der Mann nach seinem Hund sehen wollte, bemerkte er, dass ein Wirtschaftsgebäude auf seinem Grundstück bereits in Flammen stand. Aufgrund der schnellen Ausbreitung des Feuers und der Nähe zu weiteren Gebäuden alarmierte er umgehend die Feuerwehr.

Die Einsatzkräfte rückten daraufhin mit einem Großaufgebot zum Brandort aus. Insgesamt waren rund 220 Feuerwehrleute verschiedener Feuerwehren an den Löscharbeiten beteiligt.

Mehrere Feuerwehren im Großeinsatz

Am Einsatz beteiligten sich unter anderem die Feuerwehren Obermillstatt, Millstatt, Lammersdorf, Matzelsdorf, Laubendorf, Seeboden, Spittal und Kötzing.

Eine besondere Herausforderung für die Einsatzkräfte bestand darin, ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Wohnhäuser zu verhindern. Dafür wurden sogenannte Riegelstellungen eingerichtet. Diese dienen dazu, die Ausbreitung eines Feuers auf benachbarte Gebäude oder Bereiche zu begrenzen.

Zusätzlich setzte die Feuerwehr eine Drehleiter ein. Damit konnte das brennende Gebäude gezielt von oben bekämpft werden. Auf diese Weise waren auch Bereiche erreichbar, die vom Boden aus nur schwer zugänglich waren.

Flammen konnten von Wohnhäusern ferngehalten werden

Ein wesentlicher Schwerpunkt des Einsatzes lag auf dem Schutz der umliegenden Gebäude. Aufgrund der unmittelbaren Nähe zu den Wohnhäusern mussten die Feuerwehrkräfte verhindern, dass die Flammen auf weitere Gebäude übergriffen.

Durch die eingerichteten Riegelstellungen und den gezielten Löschangriff konnte eine weitere Ausbreitung des Brandes verhindert werden. Die Löscharbeiten konzentrierten sich anschließend zunehmend auf das Wirtschaftsgebäude selbst.

Nach der ersten Eindämmung des Feuers begannen umfangreiche Nachlöscharbeiten. Dabei mussten Teile des Gebäudes und des Dachstuhls abgetragen werden, um mögliche Glutnester erreichen zu können.

Heuballen und landwirtschaftliche Geräte beschädigt

Durch den Brand wurden landwirtschaftliche Geräte und Heuballen zerstört oder erheblich beschädigt. Die Einsatzkräfte mussten das betroffene Material aus dem Gebäude entfernen, um die Löscharbeiten fortsetzen und mögliche versteckte Brandstellen kontrollieren zu können.

Für diese Arbeiten wurden weitere Feuerwehren nachalarmiert. Die Feuerwehren Radenthein, Dobriach und Treffling unterstützten den Einsatz insbesondere mit Atemschutzträgern.

Der Einsatz stellte damit auch nach der eigentlichen Eindämmung der Flammen eine erhebliche Herausforderung für die Feuerwehr dar. Gerade bei Gebäuden mit Heuballen und landwirtschaftlichem Material können sich Glutnester im Inneren befinden und später erneut zu einer Ausbreitung des Feuers führen.

Löschwasser über lange Leitung herangeführt

Auch die Versorgung mit ausreichend Löschwasser spielte bei dem Großeinsatz eine wichtige Rolle. Eine Löschleitung wurde über eine Strecke von rund einem Kilometer in die Millstätter Schlucht gelegt.

Zusätzlich konnte der Pool des Hotels Alpenrose als Löschwasserquelle genutzt werden. Das Hotelteam unterstützte die Einsatzkräfte darüber hinaus mit Verpflegung während des lang andauernden Einsatzes.

Die verschiedenen Maßnahmen waren notwendig, um die Löscharbeiten auch über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten zu können. Der Einsatz dauerte bis weit nach Mitternacht.

Nachlöscharbeiten dauerten bis in die Nacht

Nachdem die offenen Flammen eingedämmt worden waren, konzentrierten sich die Einsatzkräfte auf die Kontrolle des Gebäudes und die Suche nach möglichen Glutnestern. Dafür mussten unter anderem Gebäudeteile entfernt und das im Wirtschaftsgebäude gelagerte Material herausgebracht werden.

Ein endgültiges „Brand aus“ konnte zunächst noch nicht gegeben werden. Die Feuerwehr Obermillstatt blieb deshalb auch nach Abschluss der umfangreichen Löscharbeiten als Brandwache vor Ort.

Die Brandwache dient dazu, die betroffene Fläche weiter zu kontrollieren und bei einer möglichen erneuten Rauchentwicklung oder einem Wiederaufflammen sofort eingreifen zu können.

Feuerwehr bleibt zur Kontrolle vor Ort

Der Brand am Millstätter See führte zu einem Großeinsatz zahlreicher Feuerwehren aus der Region. Insgesamt waren rund 220 Einsatzkräfte beteiligt. Im Mittelpunkt stand neben der Brandbekämpfung insbesondere der Schutz der angrenzenden Wohnhäuser.

Dank der eingesetzten Riegelstellungen und des gezielten Löschangriffs konnte ein Übergreifen der Flammen auf die benachbarten Gebäude verhindert werden. Die Nachlöscharbeiten waren aufgrund des betroffenen Dachstuhls sowie der gelagerten Heuballen und landwirtschaftlichen Geräte besonders umfangreich.

Während die Löscharbeiten bereits weitgehend abgeschlossen waren, blieb die Feuerwehr Obermillstatt zur Brandwache am Einsatzort. Eine abschließende Ursache des Feuers wurde in den vorliegenden Informationen nicht genannt.