Der deutsche Hindernisläufer Frederik Ruppert hat beim Diamond-League-Meeting in Rabat für einen historischen Moment gesorgt. Der 29-Jährige lief die 3000 Meter Hindernis in beeindruckenden 7:57,80 Minuten und wurde damit zum ersten Europäer überhaupt, der die prestigeträchtige Acht-Minuten-Marke auf dieser Distanz unterbietet.
Mit seiner außergewöhnlichen Leistung stellte Ruppert zugleich einen neuen Europarekord auf und festigte seinen Status als einer der stärksten Hindernisläufer der Welt.
Erster Europäer unter acht Minuten
Nach dem Rennen zeigte sich der deutsche Ausnahmeathlet überwältigt von seinem Erfolg.
„Es ist unglaublich, der erste Europäer zu sein, der die 8-Minuten-Marke unterbietet“, erklärte Ruppert nach seinem historischen Lauf.
Der Tübinger hatte sich dieses Ziel bereits im vergangenen Winter gesetzt und seine gesamte Vorbereitung konsequent darauf ausgerichtet.
Starke Aufholjagd auf den letzten Metern
Zu Beginn des Rennens lief nicht alles nach Plan. Ruppert gab später zu, sich auf den ersten Metern noch etwas eingerostet gefühlt zu haben.
Doch mit zunehmender Renndauer fand er seinen Rhythmus. Auf Platz vier liegend ging er in die Schlussrunde und startete anschließend eine beeindruckende Aufholjagd.
Am Ende musste er sich lediglich dem zweimaligen Olympiasieger und Lokalmatadoren Soufiane El Bakkali geschlagen geben.
Deutscher Rekord erneut deutlich verbessert
Bereits im vergangenen Jahr hatte Ruppert in Rabat für Schlagzeilen gesorgt, als er mit 8:01,49 Minuten den deutschen Rekord aufstellte.
Nun verbesserte er diese Bestmarke um fast vier Sekunden und katapultierte sich damit endgültig in die internationale Weltspitze.
Weltweit haben in der Geschichte der Leichtathletik nur elf Athleten eine schnellere Zeit über 3000 Meter Hindernis erzielt.
Favorit auf Gold bei der EM 2026
Mit Blick auf die Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham vom 10. bis 16. August zählt Frederik Ruppert nun zu den größten Goldfavoriten.
Seine aktuelle Form macht ihn zu einem der aussichtsreichsten Kandidaten auf den EM-Titel.
Auch die ehemalige WM-Medaillengewinnerin Gesa Felicitas Krause zeigte sich beeindruckt und bezeichnete die Leistung als „verrückt“.
Rabat bleibt ein besonderer Ort für Ruppert
Für den deutschen Sportsoldaten ist die marokkanische Hauptstadt mittlerweile zu einem ganz besonderen Ort geworden.
„Rabat ist für mich tatsächlich ein Ort voller Emotionen“, erklärte Ruppert nach dem Rennen.
Besonders das begeisterte Publikum habe ihn erneut getragen. Die Fans unterstützten zwar hauptsächlich Lokalheld Soufiane El Bakkali, doch gerade diese Atmosphäre habe ihn zusätzlich motiviert.
Vorbereitung auf die Europameisterschaft
Bis zur EM plant Ruppert weitere Wettkämpfe über unterschiedliche Distanzen.
Neben seinen Spezialstrecken möchte er auch Rennen über 1.500 und 5.000 Meter absolvieren, um gezielt an seinen Stärken und Schwächen zu arbeiten.
Mit dem neuen Europarekord im Rücken reist der Deutsche nun mit großem Selbstvertrauen Richtung Saisonhöhepunkt.
Fazit
Frederik Ruppert hat mit seinem historischen Lauf in Rabat ein neues Kapitel der europäischen Leichtathletik geschrieben. Als erster Europäer unter acht Minuten über 3000 Meter Hindernis gehört der Deutsche nun zur absoluten Weltelite und zählt zu den Top-Favoriten auf Gold bei der Europameisterschaft 2026 in Birmingham.

Deutschlands Wohlstand in Gefahr: So könnte der Iran-Konflikt Milliarden kosten